Tall & Skinny Shimmy Farbverlauf

Als ich die Tall & Skinny Shimmy Technik das erste Mal gesehen hab, war ich eher verhalten. Ich bin bei YouTube immer mal wieder darüber gestolpert (z.B. hier) und wollte es irgendwie dann doch ganz gern ausprobieren. 

Ich habe also hin und her überlegt: welche Farben ? Welches Rezept wäre geeignet ?

Ich hab es dann doch wieder verworfen -  irgendwie hat mir was gefehlt.

Morgens beim Kaffee kam mir dann die Erleuchtung: Kombinieren wir doch Tall & Skinny Shimmy mit einem Farbverlauf.

Sollte es also mit der Technik nicht klappen, so dachte ich mir, könnte der Farbverlauf die Optik der Seife vielleicht retten. 

Als ich die Seife dann geschnitten habe, war ich von dem Ergebnis nicht nur angetan ich war und bin absolut begeistert 

Mit einem solch ein hübschen Effekt hatte ich gar nicht gerechnet.

Ich bin also hoch erfreut, diese super-süße Seife präsentieren zu können.


Verseift sind:

  • Öle/Fette: Kokos, Distel HO, Schmalz, Reiskeimöl, Kakaobutter und Rizi nach dem Rezept Feiner.Tropfen von Fräulein Winter
  • Lauge: destilliertes Wasser 27 % der GFM und NaOH für eine ÜF von 10 %
  • Zusätze: 2 Tl Salz, 4 TL Zucker
  • Duft: PÖ Heather von Gracefruit
  • Farbe: Fuchsia WEP und Lavender WEP (VvW)
  • Temperatur: Öle/Fette 34 °C / Lauge: 40 °C / SL nach dem ersten emulgieren 38°C
  • Form: 15 x 5 x 13 Blockform
  • Siededatum: 16.12.16

 

Ich mag dieses Rezept sehr. Der cremige Schaum und die glatte geschmeidige Haptik des Seifenstücks sind unbeschreiblich schön. 


Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Besonders charmant sind die beiden Stücken mit dem kleinen "Kringel" im lila Farbverlauf. 

Fehleranalyse - nasse Kreide

Beim Sieden verläuft ja nicht immer alles nach Plan. So ist das oben gezeigte Exemplar der zweite Versuch.

Beim ersten Versuch habe ich "Nasse Kreide" produziert. Der Unterschied war hier:

  1. Die Öle/Fette hatten nur 30°C
  2. die Lauge war nur noch Lauwarm (nicht gemessen)
  3. Ich hatte die Wassermenge auf 30 % erhöht

Ich bin dabei vermutlich einem "false trace" auf den Leim gegangen. Der SL hatte ziemlich schnell gezeichnet. Ich hatte mich noch darüber gewundert, weil mir das irgendwie zu schnell vorkam. Als alles eingeformt war, sah der SL auf der Oberfläche fast wässrig aus. Da mich das Nasse-Kreide-Syndrom schon mehrmals heimgesucht hatte, wusste ich was ich zu erwarten habe. Und tatsächlich:

Als ich die Seife aus ihrer Form befreien wollte, blieb die Hälfte der unteren Seite einfach drin - grrrrr

Als ich dann aber auch noch sah, wie toll das Muster geworden war - hab ich mich zu Ende geärgert und die Seifentöpfe wieder heraus geholt ;-)


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Christiane (Dienstag, 20 Dezember 2016 14:11)

    Liebe Bettie,
    Wow!!! Super geniale Idee dieses Muster als Farbverlauf zu machen. Gefällt mir außergewöhnlich gut! <3 <3 <3
    Was allerdings beim ersten Versuch passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen. Die kühlere Temperatur macht eigentlich nicht so viel aus, außer dass der SL nicht gar so lange flüssig bleibt und schneller zeichnet. Grübel, grübel,...
    Dein zweiter Versuch ist dafür ein absolutes Eye Candy!!! Thumbs up!!!
    Liebe Grüße, Christiane

  • #2

    Bettie (Dienstag, 20 Dezember 2016 15:10)

    Liebe Christiane,
    vielen Dank für den lieben Kommentar. <3
    Ich hab mich auch gewundert. Ich hab dein Rezept ja schon ein paar mal verwendet und da ist vorher nie was komisch gewesen. Irgendwie hatte ich einen "light tace", aber für mein Empfinden viel zu früh. Ich habe aber nicht weiter gerührt, sondern losgelegt. Ich schätze es war dann ein Zusammenspiel von zu kalt und deshalb zu wenig püriert.
    Ich hatte das Problem schon öfter, auch mit anderen Rezepten. Im Seifentreff wurde auch schon rege diskutiert, aber wodurch dieses Phänomen nun wirklich zustande kommt, ist irgendwie noch nicht abschließend geklärt.
    Liebste Grüße, Bettie